Baltikum 6

Tag Null (Freitag, 3. August): Noch völlig ungefrühstückt stehen 8 Kombinatsmitglieder in der Check-in-Schlange am Berliner Flughafen. Völlig ungefrühstückt? Nein – Tenor JJ hat natürlich schon „das beste Brot“ mit Himbeermarmelade intus. Frühstück hätte auch Chorleiterin Nicole gut brauchen können – entkräftet und voller Frühstücksvorfreude räumt sie im Flughafenrestaurant die Löffel aus. Früher oder später sitzt die ganze Bande im Flieger und lauscht dem echauffierten Piloten, in dem Nicole schon am Tonfall einen österreichischen Landsmann erkennt.

Das Schicksal der Frühstückslosigkeit trifft auch die Kraftfahrgruppe, die sich indes auf den Weg nach Norden gemacht hat. Sie schickt launige E-Mails, in denen der kurzfristige Ausstieg eines Chormitgliedes kreativ verarbeitet wird. Die gute Laune in Bus und Autos leidet jedoch zusehends unter der „längsten Baustelle der EU“. Plötzliche Aufregung bringt ein Platzregen, der den Scheibenwischer am Bus zerlegt. Aufmunterung schafft die anschließende Verarztung des Scheibenwischers mit Hilfe von Mullbinden – Bass und Chefmobilo Michael ist wie immer bei allen Eventualitäten einsatzfähig.

Die Fluggruppe hat inzwischen Riga erreicht. Das große Apartment, das als Gruppenquartier dienen soll, erweist sich als Glücksgriff, wohingegen sich beim Hotel der anderen auch mit dem Angebot einer „romantic mood“ für 50 € nix mehr rausreißen lässt – egal. Um nicht den gemeinsamen Stadtspaziergang mit den anderen vorweg zu nehmen, geht es erstmal auf den Zentralmarkt von Riga. Tenor JJ sucht Pelmeni, Sopran Petra dressiert Tauben, die beiden Fotografen Jakob und Robert schießen erste Bilder - alle gemeinsam halten nach Sitzgelegenheiten Ausschau. Letztere finden sich erst auf dem Heimweg in einem Café mit eigenwilligen Kreationen.

Um die Abendbrotszeit trudeln zunächst einige „Auswärtsspieler/innen“ im Gruppenquartier ein. Sopran Christine, inzwischen in Berlin ansässig, kommt direkt vom Urlaub in Polen. Das Sopran-/Tenorpaar Sikanie und Lars kommt aus dem Ruhrpott eingeflogen. Erst zu später Stunde hat es endlich auch die Kraftfahrgruppe geschafft. Mit Laima-Schokolade und alkoholischen Mischgetränken aus der Heimat (Radler) wird Wiedersehen gefeiert.